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Phänomenologische Hermeneutik der Faktizität (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Freitag, 22.07.2011, 00:29 (vor 5577 Tagen) @ Gerhard (2138 Aufrufe)

Hallo, Gehard!

Heidegger:

"Hermeneutische Phänomenologie.
Heidegger entwickelte im Anschluss
an die von seinem Lehrer Edmund Husserl
entwickelte Phänomenologie einen eigenen Ansatz,
den er ab 1922 als phänomenologische Hermeneutik
der Faktizität bezeichnete.
Auch Heidegger möchte, wie die Phänomenologie,
Grundstrukturen des Seins aufdecken, die Phänomene.
Husserl hatte im Rahmen einer Bewusstseinsphilosophie
alle Phänomene als Bewusstseinsphänomene eingeordnet.
Durch eidetische Reduktion sollten aus dem Bewusstseinsstrom
durch Selbstbeobachtung Wesenheiten des Bewusstseins
herausgelöst werden, von welchen aus sich dann
schrittweise eine „Philosophie als strenge Wissenschaft“
hätte aufbauen lassen sollen.
Heidegger jedoch teilt Husserls Beschränkung
auf das Bewusstsein nicht, für ihn kann das menschliche Leben
mit seiner ganzen Fülle nicht allein auf Bewusstseinserlebnisse zurückgeführt werden.
Auch Heidegger möchte zwar mit der phänomenologischen Methode Grundphänomene freilegen,
diese aber sieht er nicht im Bewusstsein allein,
sondern sie sollen dem faktischen Leben
in seiner vollen Breite und geschichtlichen Gewordenheit
entnommen werden.....und so weiter und so weiter..."

Über derlei (und gekippte Säcke in China)
lässt sich trefflich sicherlich
in anderen Foren disputieren...

Beste Grüsse,
BB

―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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