Re@Rauhnacht: In der Physik gibt es die konkrete "Zeit" durchaus (Freie Themen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Freitag, 22.09.2017, 21:15 (vor 3050 Tagen) @ rauhnacht (2405 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Freitag, 22.09.2017, 21:43

Hallo Rauhnacht!

"Zeit an sich beinhaltet keine Entwicklung. Alles was sich entwickelt, tut es aufgrund

Zeit gibt es gar nicht, es gibt nur Bewegung, Entwicklung."

In der Physik schon: $Vektorielle \ Raumzeit = \sqrt{x^2 + y^2 + z^2 - ct^2}$

Die ersten drei Dimensionen der Räumlichkeit werden addiert, die vierte
Dimension, welche sich ergibt, indem man die Konstante der
Lichtgeschwindigkeit c mit der Zeit t multipliziert, wird jedoch von
dem "Raum" subtrahiert.

"ct" ist sozusagen ein notwendiges Korrektiv, welches der Ausdehnung des
Raumes bzw. des Alls, entgegenwirkt. Quasimodo eine Art Schrumpf-Faktor.
==> Weil sonst eben die Ausdehnung des Alls zu uferlos verlaufen würde.

Also, Dein Postulat, ed gäbe KEINE Zeit, und es gäbe NUR Entwicklung,
keine Degeneration, finde ich mit Verlaub schon ein wenig abgehoben:
Eine solche These wirkt vielleicht noch jungen Leuten glaubhaft, die in der
Blüte ihres Lebens stehen, aber was sagen die Alten dazu, oder gar
Leute die krank sind und im Sterben liegen?

Natürlich folgt im historischen Sinne einem Niedergang einer Epoche
oder eines Volkes zumeist hinterher wieder ein Wiederaufstieg und
eine Blüte der Kultur, aber man sollte da doch die Kirch im Dorf
lassen: Es gibt halt nun mal Beides, auch etwa in der Astrologie
oder Biologie: Aufstieg und Fall/Zerfall/Verwesung, Blüte, Höhepunkt
und auch den Tod.

LG,

Eyspfeil


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