Hallo Eyspfeil und Feuerstein!
Ihr mögt das schon richtig "sehen" - dennoch mache ich es z.B. schon seit langem wie der Bär, nach dem Motto: sicher ist sicher. Und das kostet auch nicht viel Zeit und ist ein Spielchen wie so viele im Leben, von denen man nicht weiß, ob sie irgendwann doch für etwas gut sind: Ich gebe meine S-, P-, U- oder N-Scheine usw. möglichst als erstes in den Kreislauf, und bekomme ich als Wechselgeld X-Scheine, sondere ich die aus meinem Geldbeutel aus und behalte sie. (Ein bisschen Bargeld "horten", neben Vorräten usw., kann ja auch nicht schaden - und dann wüsste ich nicht, warum ich ausgerechnet italienische oder portugiesische Euroscheine horten sollte, wenn ich schon die Wahl haben darf.)
Und wer sich als noch verrückter als unser Bär darstellen wollte, könnte von sich behaupten, die Euro- und Cent-Münzen ebenfalls dem Kreisverkehr zu entziehen - denn die haben im Unterschied zum Papiergeldschein (auch wenn dort ein höherer Nominalbetrag aufgedruckt ist) immerhin noch einen (minimalen) materiellen Wert (Kupfer- und Nickelanteile). Es gibt Leute, die rechnen sich aus, in welchen Cent-Münzen der relativ höchste Materialwert steckt und sammeln die. (Weil man Kupfer oder Nickel nochmal brauchen könnte? Weil der Schmelzwert mal den aufgeprägten Nominalwert der Münze übersteigen könnte? - Bezüglich des Heizwerts eines 5-Euroscheins muss man sich solche Fragen nicht stellen.)
Soweit ist das Thema eigentlich eines für den verwaisten Bereich "Vorsorge und Überlebenstechniken".
Und zugegeben nur für sehr kauzige Menschen interessant.
Was die Unpraktibilität in den "schnelllebigen" Zeiten der Discounter betrifft, noch ein kleiner Gedanke, den ich mit Humor zu nehmen bitte: Gerade Dich, Eyspfeil, beschäftigen doch des öfteren die '
halb)leeren Regale', die dereinst unser Einkaufsleben auszeichnen sollen. Und wenn es dann auch noch mehr Leute ohne Lohn und Brot gibt... wozu dann noch Eile? Dann geht's eben langsamer genauso gut.
Offen gesagt: Ich habe auch Probleme, ob die Buchstaben auf den Euroscheinen des Rätsels Lösung sein werden (schließe es aber nicht aus und beziehe es darum in mein praktisches Handeln ein; immerhin leg(t)en die nationalen Notenbanken, genauer: die Euro-Staaten schon bei Einführung des Euros auf ihren jeweiligen Buchstaben wert! Wahrscheinlich, weil sie Spinner sind...).
Vor allem stellt sich mir in diesem Zusammenhang die Frage, wie diese Differenzierung bei den Sichtguthaben auf den Bankkonten abliefe. Denn diese bestehen ja nicht aus Geldscheinen und Münzen, sondern sind reines Buchgeld, immateriell, mit einem kurzen Mausklick von Bank zu Bank, von Land zu Land transferierbar. Vielleicht hat dann ein Deutscher einfach Pech, wenn er zu einem bestimmten Stichtag Euro-Guthaben auf einer spanischen Bank führt - und ein Grieche Glück, führt er seines an jenem Stichtag zufälligerweise auf einer deutschen - und in Deutschland?
Aber wenn wir schon bei der Frage von Praktibalitäten sind:
Euroscheine werden bekanntlich regelmäßig eingezogen (schon lange vor ihrer beginnenden Zerfledderung) und durch neue, druckfrische ersetzt. Das passiert tagtäglich im internen Verkehr zwischen den Bankfilialen und der Bundesbank und im Ausland nicht anders. Wäre ein 100 Euro-X-Geldschein in ferner Zukunft per Dekret tatsächlich mal mehr wert als ein 100-Euro-S-Geldschein, dann wäre es wohl eine Frage kurzer Zeit, bis die laufend druckfrisch herausgegebenen Geldscheine der Deutschen Bundesbank einem so sichtbar bunt leuchtend als DEUTSCH-Euro ins Auge stechen könnten, dass auch das Personal an der Discounterkasse ohne Lupe und ohne umständliches Herumdrehen sie als gutt und wärtvoll identifizieren könnte.
Wenn Gabriele Hoffmann da was richtiges für die Zukunft sah (Ein unterschiedlicher Geldwert bei ein und derselben Währung, dem Euro? "Ja".) - dann wären die Überlegungen der drei B's (Bär, BB) doch gar nicht so falsch? Oder wie ließe sich Hoffmanns Sicht noch erklären, ohne diese als Kandidat für die Tonne zu sehen?
Gruß
Richard