Ein Girokontenkunde ist kein Geldeigentümer mehr (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur, Donnerstag, 08.05.2014, 15:14 (vor 4557 Tagen) @ Odin (6542 Aufrufe)

Hallo,

ich möchte die Gelegenheit nutzen, eine Behauptung von RichardS richtigzustellen.

Er schrieb:

Jeder wäre zwar noch „Eigentümer“ seines Geldes (könnte also Überweisungen auf andere eigene oder fremde Konten tätigen), er wäre aber nicht mehr dessen „Besitzer“ – besitzen würden sämtliche Gelder die jeweiligen Banken, bei denen die Gelder per Dekret oder aufgrund des praktischen Sachzwangs gehalten werden müssten.

Nein, eben nicht. Ein Inhaber eines Bankguthabens hat kein Eigentum am Guthaben, er ist vielmehr Gläubiger der Bank nach Schuldrecht.
Das Eigentum an den Geldscheinen (Sachenrecht, bedeutet Herausgabeanspruch) hat er aufgegeben!

Dies ist ein elementarer Unterschied, der den meisten nicht bewusst sein dürfte. Nur Bares ist Wahres.

Zu Odins Überlegungen: natürlich ist es abzulehnen, zum gläsernen Bürger zu werden. Aber Abhilfe ist nicht unmöglich, nur für den Normalbürger äusserst erschwert.

Es gibt immer noch Kreditkarten-Varianten, notfalls über ausländische Kapitalgesellschaften (Briefkastenfirmen), deren wirtschaftlich Berechtigter nicht identifizierbar ist. Und solche Lösungen werden nur mit grösster Mühe abzuschaffen sein, weil es immer Reiseverkehr geben wird aus Ländern, die eben nicht im Zwangsbereich liegen, und deren Bürger frei sind, aber im Grossknast Einkäufe etc. zahlen müssen. Hier liegt die Schnittstelle zur Abhilfe.

Dass Oma Dosenkohl aus Niederbrombach das nicht hinbekommen wird, liegt leider in der Natur der Sache, aber die hat ja die ganzen Parteien immer gewählt, die die Sache eingebrockt haben.

Beste Grüsse von Baldur


Gesamter Strang: