(Geld-) Schein-lösungen, in der Tat! (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Freitag, 01.07.2011, 15:06 (vor 5597 Tagen) @ Taurec (3238 Aufrufe)

Hallo Taurec!

Du schreibst:

Die Frage ist nur, ob man versucht, durch eine "Scheinwährungsreform" das System aufrechtzuerhalten, indem man die Illusion zu erzeugt, es hätte sich etwas geändert, während im Hintergrund der Mechanismus weiterbesteht.

Genau das ist der springende Punkt. Es ist eine Kosten-Nutzen Frage in Bezug auf eine Umstellung. Meiner Meinung nach ist der Aufwand zuuuu hoch. Die neuen Kleider wären ja auch nur wieder Papierschnipsel, aus dem gleichen Material *), höchstens von einer anderen Farbe. Warum den Euro wechseln, wenn er doch so gut arbeitet? Er ist ja keineswegs bloß "Geld" oder eine "Währung" - das ist ja nur seine äußerliche Funktion. In Wirklichkeit ist er ein "erste Klasse" Folterwerkzeug, mit dem man 300 Millionen Menschen steuern und ausbeuten - und sogar ganze Staaten in die Knie zwingen kann. Warum sollte man so ein dolles Ding wegwerfen?

Derartige Sätze sind natürlich Ansichtssache. Was zählt, sind allein die zyklischen Hintergrundstrukturen. Den "Euro" gibt es ja nicht erst seit 1999, sondern der ist nur der Endzustand (genauer gesagt Sackgasse) von viel längeren historischen Prozessen, rein formal ging ihm etwa das EWS voraus. Kann ich leider hier nicht darstellen, weil das wäre ein XXeLLenbogenlanger Monolog, vermutlich kaum forumsrelevant - und rein gar nicht "unterhaltsam" (eine Kombination von verstaubter Geschichte und ausgetrockneter Mathematik).

Mit der Bitte um Nachsicht.

Gerhard

*) das Material hast Du schön erkannt: die Geldschöpfung der Banken gegen Kredit. In dem Augenblick, wo den Banken untersagt würde, unbemerkt ihre eigenen Euros zu schöpfen (Buchgeld-Euros ...), hätten wir mehr oder weniger sofort "gesundes" Geld - und das könnte gern weiter Euro heißen. Oder beliebig anders.


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