Hallo!
Genau das ist der springende Punkt. Es ist eine Kosten-Nutzen Frage in Bezug auf eine Umstellung. Meiner Meinung nach ist der Aufwand zuuuu hoch. Die neuen Kleider wären ja auch nur wieder Papierschnipsel, aus dem gleichen Material *), höchstens von einer anderen Farbe. Warum den Euro wechseln, wenn er doch so gut arbeitet? Er ist ja keineswegs bloß "Geld" oder eine "Währung" - das ist ja nur seine äußerliche Funktion. In Wirklichkeit ist er ein "erste Klasse" Folterwerkzeug, mit dem man 300 Millionen Menschen steuern und ausbeuten - und sogar ganze Staaten in die Knie zwingen kann. Warum sollte man so ein dolles Ding wegwerfen?
Mitnichten! Ist das Vertrauen in den Euro erst geschwunden, ist eine Währungsreform unvermeidlich. Da eine Deckung des Geldes nicht vorhanden ist, beruht die Legitimation allein darauf, daß es von jedem als Geld angenommen wird, daß die Leute daran glauben, es ausgeben und weiterverleihen. Wie Du schreibst, würde sich durch ein neues Äußeres an der Funktionsweise nichts ändern. Es wäre nicht weniger ein "Folterwerkzeug". Man könnte das neue Geld jedoch als unbeschriebenes Blatt verkaufen, während der Mechanismus, den die wenigsten verstehen, weiterbesteht.
*) das Material hast Du schön erkannt: die Geldschöpfung der Banken gegen Kredit. In dem Augenblick, wo den Banken untersagt würde, unbemerkt ihre eigenen Euros zu schöpfen (Buchgeld-Euros ...), hätten wir mehr oder weniger sofort "gesundes" Geld - und das könnte gern weiter Euro heißen. Oder beliebig anders.
Nein. Aus einem Riesenhaufen Falschgeldes, bzw. Schuldscheinen, die letztlich nicht bezahlbar sind, wird kein gedecktes "echtes" Geld, indem man die Erschaffung weiteren Falschgeldes stoppt.
Vielmehr würde durch ein Verbot der Geldschöpfung, d. h. der Kreditvergabe, der Kettenbrief unterbrochen werden. Es wäre nicht mehr möglich, einen Nachschuldner zu finden, um durch dessen Zinsschuld den Mehrbedarf an Geldes für die Zahlung der eigenen Zinsschuld an andere zu decken. Die Schulden werden sofort wertlos, wenn sie nicht durch neue Schulden getilgt werden können und daher als unbezahlbar abgeschrieben werden müssen. Der wirtschaftliche Untergang von Staaten, Banken, Konzernen, Firmen und Privatleuten binnen Wochen wäre die unvermeidliche Folge (und natürlich auch das Ende der Währung).
Wohl und Wehe unserer Welt hängen daran, wie lange es gelingt, für neu aufreißende Schuldenlöcher woanders Geld/Schulden zu machen. Nichts anderes versucht man derzeit verzweifelt in Griechenland und demnächst in Spanien, Portugal, Italien, usw.
Alle Maßnahmen (Garantien für Banken, Guthaben und mittlerweile andere Staaten, usw.) sind letztlich darauf gerichtet, Vertrauen in das System zu erhalten oder zu erzeugen, um die rein egoistisch denkenden Finanzmärkte zum Bereitstellen von Geld/Schuldscheinen zu bewegen.
Auf Dauer wird das sicher nicht gelingen. Da könnte man auch versuchen, sämtliche Menschen auf der Titanic statt zu den Rettungsbooten zum Heck des Schiffes laufen zu lassen, um den bereits absaufenden Bug wieder aus dem Wasser zu heben. Das wird um so weniger Erfolg haben, je mehr Menschen aufgrund der Schieflage erkennen, daß das Schiff nicht mehr zu retten ist.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“