Das ist der Erlass, Jerusalem wiederherzustellen
erging von Artaxerxes I. um 457 vor Christus.
Es sind also insgesamt 69 Wochen (483 Jahre)
bis der Messias auftritt.
Das bringt uns ins Jahr 27 n. Chr.
Daniel 9/26:
"Und nach den 62 Wochen
wird der Gesalbte ausgerottet werden
und nichts haben.
Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt
und das Heiligtum zerstören"
Danke, Anton!
Hier lässt sich schön sehen, wie man
im nachhinein mit allerlei Rumrechnerei
versucht, zum postulierten Ziel zu gelangen.
Das beginnt damit, dass man behauptet,
mit einer Woche seien doch eigentlich
sicherlich sieben Jahre (!) gemeint.
Was ich für unzulässig halte.
Ich rekapituliere dennoch obige Kunstrechnung:
69 Wochen (483 Jahre) bringen den Rechner
ins Jahr 27, - also zur Kreuzigung.
Mal ganz abgesehen davon, dass:
- Jesus nicht der jüdische Messias ist
- obiger Gesalbter (ein Fürst eben) nicht mal der "Messias"
und
- der auch nicht im Jahre 27 aufgetreten (!) ist.
Sondern gestorben!
Und bereits nach 62 Wochen (434 Jahre),
also im Jahre 49 vor Christus (!)
wird der jüdische Fürst erledigt sein
und der Tempel zerstört werden.
=>
Das passt alles vorne und hinten doch nicht!
Weil es schlicht falsch ist.
Und sich alles eben auf den damaligen Griechenkönig über Jerusalem,
Antiochus Epiphanes bezieht.
Und dann stimmt das auch mit diesen Wochen:
"Und von der Zeit an, da das beständige Opfer abgeschafft wird,
und zwar um den verwüstenden Greuel aufzustellen,
sind 1290 Tage. Glückselig der,
welcher harrt und 1335 Tage erreicht." (Dan. 12)
Und auch die Verwüstung des Tempels
und diese "Ausrottung des Gesalbten"
bezieht sich auf den damaligen König Antiochus(!!),
der 64 "vor" ganz überraschend dahingerafft wurde:
=>
"Er nahm Jerusalem ein und versuchte
das Land zwangsweise zu hellenisieren,
indem er den Jahwekult verbieten ließ.
Durch Plünderung des Tempelschatzes
in Jerusalem provozierte er
den jüdischen Unabhängigkeitskampf."
Und dann war er plötzlich platt.
Gruss,
BB
―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."