Oh, - ich liebe solche (völlig irrelevanten) Dipute!
(echt!)
=>
<"Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt..."?
Falls, - wovon ich gar nicht ausgehe -
Jesus das tatsächlich selbst gesagt haben sollte (!),
dann könnte man nun frei darauflos spekulieren,
wer denn "Menschensohn" denn einst wohl sei?
Nicht wahr?
Denn Jesus - dieser - so hat die Katholische Kirche
ja beschlossen:
"Der" ist ja der "Gottessohn".
Nicht wahr?
Weswegen er per Definition nicht gleichzeitig
ein noch kommender "Menschensohn" sein kann.
Jedoch gehe ich sicher nicht fehl in der Annahme,
auch für diesen eklatanten Widerspruch,
der simpler Logik entgegensteht, haben sich
Scholastiker ebenfalls bereits
eine zufriedenstellende Ausrede für nichtselbstdenkende
Gläubige erbastelt.
Herzlich!
BB : - )
Hallo BB
Menschensohn- Gottessohn eklatanter Widerspruch?
dazu meine Meinung:
Jesus ist beides in Einem, Gottes Sohn, da er den Geist Gottes in Vollkommenheit in sich trug und Menschensohn, da das Wort Gottes ins Fleisch gekommen ist. Also nicht Gegensatz zwischen Mensch und Gott, sondern Bindeglied zwischen Mensch und Gott. Gottessohn und Menschensohn in Einheit. Das Fleisch trägt den Geist aus Gott, bzw. der Geist Gottes gibt dem Fleisch überhaupt erst das Leben, dass es zur Erkenntnis seines Wesens gelangen kann.
Die Schöpfung, die Menschwerdung zeugt doch offensichtlich von der Weisheit Gottes.
Und diese Menschwerdung Gottes, durch seinen Sohn, zeugt von der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung. Sie ist Teil von ihm selbst, wenn da auch die Einseitigkeit dieser Erkenntnis bei Gott selbst liegt, der Mensch erfasst nur Ausschnitte des Seins. Gottes Sohn ist Fleisch geworden, durch diese Fleischwerdung, ist Jesus Christus zugleich auch Menschensohn, gleich eines Menschen in seinem Wesen. Sein denken und tun, seine Liebe aber war göttlich, und er hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein.
Diese Menschwerdung, in dem der Gottessohn Jesus, zugleich auch Menschensohn geworden ist, in der Niedrigkeit eines Säuglings genährt, seine Gottessohnschaft erkennend, schließlich seine Lehrjahre beginnend und vollendend vollbrachte er das Erlösungswerk, welches nur im Fleische vollbracht werden konnte, aus der Ordnung und Liebe Gottes heraus ihm ersichtlich. Die Möglichkeit, dass ihm gleich, jeder Mensch auch die Nachfolge aus freien Willen antreten konnte musste gegeben sein. Adam als erster Mensch übertrug die Erbsünde auf die ganze Menschheit und diese Schuld konnte nur in der Ordnung in der sie begangen wurde, auch wieder gesühnt werden. Sie brachte den Tod ins Leben und als Mensch musste die Befreiung aus diesem Tode auch wieder geschehen.
Der Mensch konnte nur durch die Erkenntnis des Vergehens gegen Gott aus diesem seiner Eigensinnigkeit entstandenen Fehlverhalten (Lieblosigkeit und Dummheit, gleich auch Überhebung, Herrschsucht, Eigenweisheit und Eigenliebe) den Weg zurück zu Gott finden.
Das liegt im Wesen der Liebe, die nicht zwingend wirkt, den Menschen seinen Spielraum gibt. Jesus ist der Weg zum Vater, die ewige heilige reine Liebe. Diese Liebe vollbrachte letztendlich die Erlösung des Menschen, die Befreiung von der Erbsünde (dem Abfall von Gott aus freien Willen). Jesus sühnte für die ganze Menschheit.
Durch Jesus Christus ist der Mensch fähig geworden, so er denn an diese Erlösung auch glaubt, also an Christus glaubt, dass er sich für die ganze Menschheit hingegeben hat, diesen Kreuzweg auch zu gehen, seiner Lehre zu folgen. Dass diese Nachfolge eine Nachfolge zum Leben bedeutet, den Tod überwindend, das bewies Jesus mit seiner Auferstehung und seinen vielen Heilungswundern. Leider sind solch Dinge in Vergessenheit geraten, und die Zeit hat so manche Zeugnisse in der Geschichte mit Staub bedeckt.
Gott selbst (geistige Kraft) könnte sich in dieser Kraftfülle unmöglich dem Menschen so im Fleische ersichtlich zeigen, dass der Mensch ihn erfassen könnte, bzw. überhaupt dabei Bestand hätte. Also nur in einer Form, die Gott auch erfassen kann, wird der Mensch sich Gott nähern können und diese höchste Form der Erfassung und Betrachtung ist der Mensch. Durch Jesus Christus, wird Gott in seiner Wesenheit anschaulich. Jesus wurde durch diese Menschwerdung als Menschensohn, Bruder, Freund, Vater und Mutter in allen Lebensbereichen des Menschen und für alle Menschen. Also nahbarer und nicht ferner Gott.
Diese Wiedergeburt im Geiste Gottes, diesen Jesus, den der Mensch aus freien Willen zum Zeugnis Gottes gebären tut, dieser Sohn wird mit eisernen Zepter regieren, das heißt so viel, der neue Mensch, der aus der Lehre und der Liebe Gottes geboren ist, wird alle Lüge zerschlagen und nur der Wahrheit und der Liebe dienlich sein und regieren in dieser Liebe, eisern-unbeugsam, aus der Erkenntnis zur Wahrheit. Kompromisse mit Lüge und tierischen Verlangen wird es unter dieser Erkenntnis nicht mehr geben. Diese Geburt, diese geistige Wiedergeburt zeugt von der wahren Liebe des Menschen, die erst die Nächstenliebe über den Eigennutz stellt.
. In der geistigen Wiedergeburt des Menschen vollzieht sich diese Einheit, diese Annäherung von Seele und Geist, in der das Fleisch seine Erlösung findet. Dann erkennt der Mensch seine Göttlichkeit, dass der Mensch von Gott geschaffen ist. Der Mensch also völlig frei werden kann, so er an das Erlösungswerk Christi glaubt. Dieser Glaube aber kann kein toter Scheinglaube sein, sondern bedarf der Lebendigkeit, dass die Liebe im Menschen sich auch zur Tat entfaltet. Lippenbekenntnisse machen nicht frei.
Ohne Gottes Geist vermag der Mensch Behauptungen aufzustellen, so viel er will, sie sind und bleiben im Dunkel des Menschen Verstandes. In Gottes Reich kann man mit irdischem Wissen nicht eindringen, es bleiben Spekulationen, nur der Geist Gottes offenbart die Weisheit und Wahrheit Gottes. Der Mensch kann sich ohne die Hilfe Jesus Christus nicht retten, wer diese Liebe ablehnt, lehnt die Liebe Gottes ab. Der Mensch richtet sich in seiner eigenen Erhöhung selbst.
Grüße
Seekumi