Hallo liebe Forummenschen 
Ich möchte mich doch gleich mal mit ins Getümmel stürzen... *die Hände reib* ^^
Zu allererst finde ich ALLE Dokumente interessant und wertvoll, wenn sie sich mit den künftigen Dingen beschäftigen, seien es biblische, christliche im Allgemeinen oder auch "nur" profane - ja sogar solche, die einfach nur von Leuten mit offenen Augen verfasst worden sind (also Prognosen)!
Wenn also nun vorwiegend Schauungen außerbiblischer Autoren betrachtet werden, die aber immerhin einen christlichen Hintergrund haben (geweihte Kerzen in der 3TF bzw. göttliche Intervention zur Vermeidung einer atomaren Eskalation des 3. WKes), so haben biblische Texte bestimmt auch die Relevanz, näher betrachtet zu werden.
Dabei steht es selbstvertändlich Jedem frei, sich sein eigenes Bild davon zu machen, allerdings bin ich der Meinung, dass andere Beiträge nicht kaputtgeschrieben werden sollten, sondern mit einem ergänzenden Charakter beantwortet werden. Dies würde von gegegenseitem Respekt zeugen.
So nun zu meinem eigentlichen Beitrag:
BBouvier, Du schreibst mehrfach, dass Du wüsstest, wann das Buch Daniel zu datieren sei, nämlich genau (!) ins Jahr 168 v. Chr., und versäumst es dabei leider, den Beleg dafür zu liefern. Das ist sehr schade, denn genau von der Datierung des Buches hängt es ab, ob es nun echte Prophetie enthält oder nur nachträgliche Textimplatationen.
Fachlich kann ich als angehender Theologe bestimmt etwas beitragen, möchte mich aber -des Rahmens halber- im Folgenden lieber auf einen Aspekt beziehen und ziehe das entsprechende Standardwerk an den Unis, "Einleitung in das Alte Testament", 6. Auflage von Erich Zenger, heran:
Die theologische Teildisziplin "Einleitung in das Alte Testament" (das Pendant zum NT gibbet auch ;)) in der aktuellen Forschung geht davon aus, dass das Buch Daniel in drei Schichten redaktionell aufgearbeitet worden ist, die erste um 540 v. Chr., die zweite um das 3. Jh. herum und die letzte eben zwischen 168 und 163 v. Chr., gibt aber dies zu: "Beim derzeitigen Forschungsstand ist es zu früh, ein Fazit aus den laufenden Diskussionen zur Entstehung des Danielbuches zu ziehen." Das schließt aber eine Frühdatierung nicht aus, sondern weist einen bewussten hypthetischen Charakter auf.
Das heißt also, dass nicht einmal die historisch-kritischen AT-Forscher, die im Allgemeinen zunächst eh alles als Fälschung (die sog. Pseudepigrafie) hinstellen, einen endgültigen Standpunkt zur Entstehung und somit auch Datierung finden können ;)
Ich hoffe, dass ich Dir, lieber BBouvier nicht vor den Kopf gestoßen habe, aber mehr wollte ich dazu auch nicht schreiben. Es würde OFF-Topic ohne Ende werden. Ich muss aber schon über die Kommentare schmunzeln, sie sind schlagfertig und witzig
[P.S.: Bitte nicht gleich rausschmeißen
]
Was die Johannes-Offenbarung betrifft, werde ich bald einen neuen Beitrag öffnen, denn da fallen mir insgesamt ein paar Sachen auf, die gut in den Zusammenhang mit den außerbiblischen Schauungen in Verbindungung zu bringen sind ---> wenn es noch erwünscht ist ;)
Liebe Grüße vom
Prüfenden