Hallo Bär, hallo DcDruide,
aahhh jetzt habe ich das erst richtig gelesen.
Du versuchst aus Samen Saatgut zu züchten!
Ich habe da vielleicht einen anderen Tipp, den ich aber selbst noch nicht austesten konnte:
Versuche doch mal, die Kartoffeln zu äugeln.
Das funktioniert so:
Wir schneiden im Frühjahr die sogenannten Augen aus den Kartoffeln kegelförmig aus, tauchen die Schnittflächen in Urgesteinsmehl und setzen die Augen auf kleinere Kartoffelreihen einige cm tief in die Erde. Die Augen treiben aus, es bilden sich Wurzeln und es entstehen Kartoffelpflanzen. Mit dem Wachsen der Pflanze häufeln wir sie immer mehr an, wie gewöhnliche Kartoffelpflanzen.
Normalerweise lebt eine Kartoffelpflanze noch lange Zeit aus den Nährstoffen, die die Mutterkartoffel enthält. Dadurch kommt es zu Degenerationserscheinungen. Wenn wir aber ein Auge pflanzen, so ist die Pflanze sofort gezwungen, die Nahrung aus dem Boden aufzunehmen und dadurch regeneriert sie sich. Die so gezüchteten Kartoffeln haben in der Regel dann auch einen stärkeren Geschmack und eine kräftigere Farbe. Diese werden im nächsten Jahr als Saatkartoffeln verwendet, große Exemplare können in zwei oder drei Teile geschnitten werden. Das Äugeln empfiehlt sich je nach Sorte alle 3 - 7 Jahre.
Wenn wir die Kartoffelreihen in Nord-Süd-Richtung anlegen und die Saatkartoffeln so auslegen, dass ihre "Nabelschnur" (das ist der Ansatz, mit dem sie an der Mutterpflanze hingen) nach Süden zeigt, so wird der Ertrag auch einiges höher.
Quelle: Handbuch für Selbstversorger Packpapier Verlag
Grüße,
schwelmi