Hallo bruno,
den Konz habe ich auch quergelesen. Ein eigenwilliger Zeitgenosse, der für die Ernährung auf der Basis von Wildkräutern allerdings ein großartiges Plädoyer verfasst hat; in Buchform und in der Lebenswirklichkeit.
Diese Rohkostfamilie hat sich davon inspirieren lassen und ist mir mit ihren Informationen immer einen Besuch wert:
https://www.youtube.com/results?search_query=rohkostfamilie
Für den Krisenvorrat ist eine unserer Strategien indes die Einlagerung von Hartweizen-Nudeln, die für den Fall der Fälle mit "Wildkräuterpesto" verzehrt werden sollen. Die ungesunden Nudeln sättigen ungemein und sind ein hochkonzentrierter, ewig haltbarer Energiespeicher; wenn auch ein langfristig schädigender, deren Negativwirkungen durch die Wildkräuterkomponente wenigstens in einem gewissen Maße aufgefangen werden soll. Verhungern wird man so aber nicht. Bleibt hierbei zu berücksichtigen, dass ungebetene Gäste durch den Geruch bei der Zubereitung der Speise angelockt werden könnten. Womöglich könnte ein Einweichen bereits ausreichen.
An Dosenfisch führt mE für den Krisenvorrat kein Weg vorbei.
Ebenso bevorraten wir Trockenfrüchte, Nüsse, große Mengen Getreide und langhaltbare, keimfähige Saaten, Zucker, Honig, Ölivenöl in Kanistern und Konserven.
Wunderbar, was Du über Sonnenblumenkerne zu berichten weißt. Da werde ich aufstocken. Hanfsamen werden möglicherweise zu schnell ranzig, beim Hanföl habe ich dies feststellen müssen. Weiß hierzu jemand mehr?
Wir nutzen auch die Eschenfelder Quetsche. Mittlerweile bereits die halbe Familie mit einer jeweils eigenen. Mir liegt es sehr fern Werbung zu betreiben, aber hier will ich gern eine Empfehlung aussprechen. Die Quetsche ist sehr solide verarbeitet. Wir nutzen sie bereits seit vier Jahren täglich und es gibt keinerlei Abnutzungsspuren. Davon werde ich uns noch eine weitere in Reserve für den Vorrat kaufen. Es können mit ein wenig Geschick sogar Nüsse verarbeitet werden. Mehrfach gequetschtes Getreide verändert die Konsistenz von flockiger zu mehliger Beschaffenheit.
Bei gequetschtem Getreide ist Hafer geschmacklich mein Favorit. Aber auch hier ist die Welt bunter als man mitunter vermutet: der rotschalige Weizen könnte beispielsweise eine interessante Variante für die Versorgung mit Anthocyanen darstellen.
In der Tat ein Jammer, dass Buchweizen so gar nicht schmecken will. Vielleicht fehlt nur die richtige Zubereitungsform?
Gerade was eine heilende Ernährung auf Basis von Rohkost und Getreide angeht, ist mir ebenfalls das Werk von Dr.Schnitzer als besonders überzeugend in Theorie und praktischer Anwendung begegnet. Seine Kostform macht Kompromisse zugunsten der gängigen Ernährungsgewohnheiten und beläßt den Leuten immerhin das Brot. Aus dem gleichen Grunde hat er sich womöglich nicht den Wildkräutern in der Konzeption seiner Diät gewidmet.
Hat eigentlich schon jemand hier positive Erfahrungen mit dem sog. Essener Brot gemacht?
Bei Glutenunverträglichkeit wäre es einmal interessant zu prüfen, ob auch der Verzehr von Gerste die Unverträglicheitssymptome hervorruft. Ist Dinkel gar verträglicher als Weizen? Hafer scheint mir persönlich am bekömmlichsten.
Was rohen Fisch angeht, gibt es schmackhafte Konservierungsformen ohne Erhitzen, wie zb Salzhering, Matjes, Bismarckhering, Stockfisch - bei letzterem weiß ich nur nicht, inwieweit es um die Schmackhaftigkeit bestellt ist.
Auch gutes Salz ist derzeit billig, wovon man in Krisenzeiten ausgehen kann, dass es wieder zu dem weißen Gold werden könnte, was es schon einmal im Bewußtsein der Menschen war.
Gruß
jacob