@ offtopic (Schauungen & Prophezeiungen)

Ulrich ⌂, München-Pasing, Samstag, 10.11.2012, 23:25 (vor 4907 Tagen) @ offtopic (9333 Aufrufe)

Hallo offtopic,

sorry für die Einmischung, nur ein paar Bemerkungen.

ist keine Privat-Unterhaltung, sonst würde ich an den Briefkasten schreiben ;-)

Psychologisch ist der Zensor recht gut lokalisiert und zwar als eine Instanz des Unterbewussten, die das Bewusstsein vor Schaden schützt. Die Sinne selbst filtern nicht! Durch Tiefenhypnose bzw -trance kann man diese Sinneseindrücke wieder abrufen. Hier wird dann ansatzweise ersichtlich, welch gigantische Mengen an Informationen das Unterbewusstsein aufnimmt, aber auch, wie wenig davon dann das Normalbewusstsein erreicht.

Danke für die Richtigstellung!

Weil ich das von der Psycho-Industrie instrumentalisierte Wort "Unterbewusstsein" nicht mag, habe ich nicht nur das Wort vermieden, sondern die damit gemeinte Instanz gleich mit unterschlagen und es so dargestellt, als ob die Sinne sich selbst überlassen wären, was natürlich nicht stimmt.

Ich halte die Bezeichnung "Unterbewusstsein" für irreführend und den Sachvergalt auf den Kopf stellend, weil es suggeriert, man sollte gerade der Instanz mit Argwohn begegnen, der man das größte Vertrauen entgegen bringen darf.
Blick hinter die Fassade: http://www.freud-biographik.de/wiss.htm

So wie ich das sehe, ist z.B. Robert Ornstein einer von denen, die das vielfältige Zusammenspiel von Seele, Geist und Gehirn recht zutreffend beschreiben.

So sehe ich das auch und entspricht auch meinen praktischen Erfahrungen. Auch tauschen sich verschiedene Unterbewusstsein auch aus, vor allem bei nahestehenden Personen. Auf diesem Wege kann man sehr viel über Personen erfahren. Grundsätzlich warnt das Unterbewusstsein aber schon, es wird meist nur nicht "gehört". Hat man etwas Kapazität frei, so erfährt man dies als Intuition oder Eingebung, bei mehr gibt's dann halt eine Schau. Was von einem selbst oder von Wesenheiten kommt, bekommen meist nur sensitive Menschen mit.

Die Art und Weise der Warnung ist für mich das Kriterium, ob es in "gesunden" Bahnen läuft: Dezente Hinweise aller Art, die trotzdem Raum und Freiheit für Umwege und Sackgassen lassen, denn auch die erweitern den Horizont, halte ich für wünschenswert, verkrampfte Vermeidungsstrategien und -Pläne um dem zukünftigen drohenden Unheil zu entgehen und ja alles "richtig zu machen", für eine reichlich zwanghafte und destruktive Angelegenheit.

Die Techniken an sich sind nicht schlimm und haben durchaus ihren Platz. Übel ist jedoch, dass diese zum Teil an komplette Anfänger und oft auch noch falsch oder zu ungenau vermittelt werden.

Wenn es mit dem Forum-Thema zu tun hätte und nicht offtopic wäre, würde ich jetzt weit ausholen mit einer langen Liste abschreckender Beispiele, um Dich danach zu bitten, die Namen derer zu nennen, die solche Techniken Deiner Meinung nach "richtig und genau" vermitteln. Das sollten wir lassen, das bringt nichts.

Ich glaube nicht, dass da Egoismus eine grosse Rolle spielt, sondern halt der beste Kontakt zu einem Selbst bestehen sollte. Kollektive Ereignisse betreffen viele und sind komplex. Daher ist das schwieriger. Ein mittelmässiger Programmierer wird das vergessene Semikolon in einer 10-Zeilen-Schleife schneller finden als ein Top-Programmierer, der 1000 Zeilen durchforsten muss.

Den Spruch mit Hemd und Jacke meinte ich gar nicht abwertende, ich meinte es so wie Du offensichtlich auch, an "Egoismus" hatte ich dabei nicht einmal gedacht.
Ich halte Egoismus grundsätzlich nicht für eine Untugend, es sei denn, er käme verlogen daher:
"Alle denken nur an sich, aber ich... ich denke an mich."

Es irren auch die Besten - gute Erfolgskontrolle hilft, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben...

Das sollte keine Kritik an Ossowiecki sein, sondern war als tragisches Beispiel für Rauhnacht's Anliegen gemeint, trotz belegter Hellsichtigkeit im "Privaten", nicht unbesehen zu glauben, wenn die gleiche Person etwas zu zukünftigem "Öffentlichem", "Kollektivem" sagt.

Gruß,
Ulrich


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