Hmmm ... (Schauungen & Prophezeiungen)

IFan, Montag, 24.04.2017, 14:45 (vor 2552 Tagen) @ BBouvier (4293 Aufrufe)

Hallo BB,

hmmm ...

"Mein Blick von der Abbruchkante des Steilufers
ging schräg nach unten, auf die Uferlinie und die nächsten
vielleicht 100 bis 200 Meter. Dort (!) war keine Sonderwelle zu sehen,
und das Wasser - dort im Gesichtsfeld - hob sich flach-allgemein.
Was man möglicherweise am Horizont hätte sehen können,
kann ich deswegen leider nicht sagen."

Wenn man die Bilder von den Tsunamis sieht, sieht es wie eine Strömung aus, zumindest in den Bereichen, in denen das Wasser nicht auf direkten Widerstand trifft. Insofern sieht es tatsächlich nicht aus wie eine typische Welle, sondern in diesen Bereichen eher wie eine Wasseranhebung. Die allerdings eigentlich schon eine langsam ansteigende Höhe hat, eben eine sehr langgezogene Welle. Wie das optisch im Bereich von 100 - 200 m wirkt ... ? Könnte vielleicht auch sein. Hast Du da so etwas wie eine Strömung wahrgenommen?

Wenn man so einen Aufklatsch- und Verdrängungseffekt annimmt, also mit einem explodierenden Himmelskörper in großer Höhe, müsste man mal ausrechnen, wie stark so eine Druckwelle sein müsste, um diese Wassermenge so großflächig zu verdrängen. Wie in den Atombombenexplosionen kurz unter der Wasseroberfläche, wie in Deinen Beispielen dankenswerterweise sehr anschaulich gezeigt, zu sehen ist, "bringen" die nicht viel. Die Wasserstoffbombe war immerhin auch schon im Bereich von Megatonnen. "Berechnungen gehen von einer mit 2 bis 4, maximal 5 Megatonnen TNT ..." für den Asteroiden aus.

Also, wie sich eine Sprengung in der Höhe auswirkt, welchen Druck sie am Boden ausübt und welche Kraft man braucht, um im Bereich von - vielleicht, geschätzt - ca. 10 km Durchmesser das Wasser auf einer Tiefe von, sagen wir mal, 20 m zu verdrängen - da fehlen mir ad hoc die Mittel, das auszurechnen.

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass eine Sprengung ja ein recht kurzfristiges Ereignis ist, ein kurzer Impuls, aber man doch eher eine längerdauernde Einwirkung bräuchte, um das verhältnismäßig träge Wasser in Schwung zu bringen (und nicht nur vielleicht zum Zerstäuben zu bringen). Zumindest mit einem Druckstoß, der von oben durch Luft, also einem komprimierbaren Gas, auf das Wasser einwirkt, anders als bei einem Erdbeben / Erdrutsch, der aus einer Bewegung von fester Materie besteht und typischerweise einen Tsunami auslöst. 10 km Wasser im Durchmesser bei 20 m Höhe sind D2 x π/4 x H = 1,6 ckm (Kubikkilometer) Wasser, also 1,6 Mrd. Tonnen ... 16 000 Flugzeugträger auf einmal ... ob man die auf einmal so wegsprengen kann?

Also, da bin ich überfragt.

Wobei die Übereinstimmung von Gischtwand und Tsunami schon nachdenklich macht ...


Gruß, IFan


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