@Detlef (Freie Themen)

Ulrich ⌂, München-Pasing, Samstag, 02.03.2024, 01:02 (vor 42 Tagen) @ detlef (596 Aufrufe)

Hallo Detlef,

Man kann das nur "privat" und ohne direkte Verbindung zum Forum einrichten, unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben. Ist aber kein grundsätzliches Hindernis.

und wenn man sich auf eine link-liste mit klappentexten beschraenkt?

virtuelle Bibliotheken existieren seit vielen Jahren, die vermutlich größte ist "Library Genesis" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Library_Genesis ), die auch über die Meta-Suchmaschine "Anna’s Archive" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Anna%E2%80%99s_Archive ) durchsuchbar ist und auch anonym über "Telegram" einen Zugang ermöglicht.

Zu sehr vielen der dort vorhandenen Titel gibt es neben den bibliographischen Informationen auch Klappentext und/oder eine Inhaltsangabe und/oder gelungene Rezensionen.

Dass der dort ebenfalls angebotene Download sowas von total illegal ist, darauf muss ich ja nicht hinweisen, das weiß jeder staatstragende Bürger, der mit seinen Steuern dieses Bildungssystem finanziert, in dem Akademiker während ihrer regulären Arbeitszeit bezahlte Forschung betreiben, deren Ergebnisse dann zwar zu Mondpreisen als gedrucktes Buch, aber üblicherweise NICHT AUCH als gratis-eBook der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.

Lesenswert zu diesem Thema: "Schattenbibliotheken: Ein Krisensymptom der Wissenschaft"
https://irights.info/artikel/schattenbibliotheken-ein-krisensymptom-der-wissenschaft/28663

... betrifft natürlich auch die erhaltenen Abschriften des Popol Vuh.

klingt schmerzhaft fuer meine ansichten.

ja, du musst tapfer sein, aber das hat sich doch längst bis in die Niederungen zu Wikipedia rumgesprochen:

"In either case, the colonial presence is clear in Popol Vuh's preamble: "This we shall write now under the Law of God and Christianity; we shall bring it to light because now the Popol Vuh, as it is called, cannot be seen any more, in which was clearly seen the coming from the other side of the sea and the narration of our obscurity, and our life was clearly seen." Accordingly, the need to "preserve" the content presupposes an imminent disappearance of the content, and therefore, Edmonson theorized a pre-conquest glyphic codex. No evidence of such a codex has yet been found."

aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Popol_Vuh , im Abschnitt "Father Ximénez's source"

Nich nur der hier erwähnte "pre-conquest glyphic code" wurde niemals gefunden, auch eine von einigen Forschern vermutete, weil im Text erwähnte (phonetische) "post-conquest"-Vorlage, zeitlich verortet ca 30-34 Jahre NACH Pedro de Alvarado (1524) wurde ebensowenig gefunden.

hmmm, wenn das ende der welt von den christen dazu kam, heisst das zwingend, dass ein gewaltsamer zeitalterwechsel auch dazu kam?

wenn in der "ersten Welt" die Menschen von den Göttern aus Lehm geformt wurden, wo haben wir sowas schonmal gelesen?

um moegliche verunreinigungen werden wir wohl kaum herumkommen.
dort genau sowenig, wie beim konzil gegen 400 AD.

ist doch ein Unterschied, ob es Parallelen in verschiedenen voneinander UNABHÄNGIGEN Quellen gibt, oder ob diese Gemeinsamkeiten existieren, weil eine Quelle sich bei den bereits vorhandenen bedient.
Der Denkfehler, ohne diese Frage zu klären bei Übereinstimmung verschiedener Quellen dem Inhalt mehr Gewicht beizumessen, sollte man in den Pschyrembel als "Berndt-Syndrom" aufnehmen.

wenn die belegen koennen, dass der von den azteken stammt, widersprechen sie sich selbst.
oder faengt der stein nicht am 13 august dreitausendnochwas an?
wenn er das tut, haben die doch die gleiche zeitrechnung und religion gehabt.

das ist nicht deren widersprüchliche Behauptung sondern dein Denkfehler:
Niemand stellt in Abrede, dass sie den Kalender von den Maya übernommen haben. Aber ebenso weiß man, dass es in Mengen Texte der Azteken gibt, die die Kalenderzyklen in Verbindung mit dem Wechsel von Zeitaltern, damit indirekt auch mit den Katastrophen der "untergegangenen Welten" bringen, während dies die Maya ganz offensichtlich nicht taten. Der einzig erwähnte Bezug ist der Beginn deren "vierter Welt".

warum sollten sie nicht den selben schraegen einfall gehabt haben? sie haben ja auch die selben schraegen plattkoeppe. und - siehe oben - den selben kalender.

mit diesem Satz hast du die Frage bzgl. Henne oder Ei grobmotorisch beantwortet, indem du das Ei zerdeppert hast: Ja eben, wenn sie den Kalender übernehmen, dann brauchen sie keinen schrägen Einfall, und auch keinen unschrägen, um einen selbst zu konstruieren, müssen auch nicht warten, bis der Taschenrechner erfunden wird. Aber hätten sie ihn nicht übernommen, dann hätten sie beliebig viele andere unterschiedliche Kalender-Systeme entwickeln können. Um von der Fülle einen ersten Eindruck zu bekommen: "Calendrical Calculations: The Ultimate Edition." von Edward M. Reingold und Nachum Dershowitz.

ok, akzeptiert.

dass ich das noch erleben darf...

Gruß,
Ulrich


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